Eurobike 2026

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Eurobike 2026 – Weniger Messe, mehr Begegnungen

Anfang Juli waren wir zu zweit an der Eurobike 2026 in Frankfurt unterwegs. Benjamin, unser Mechaniker, und ich verbrachten zwei Tage auf der weltweit grössten Velomesse – mit vielen Gesprächen, spannenden Eindrücken und einigen Erkenntnissen, die über neue Produkte hinausgehen.

Die Eurobike befindet sich im Wandel

Bereits im Vorfeld war spürbar, dass sich etwas verändert.

Mehrere unserer Lieferanten aus Asien hatten uns mitgeteilt, dass sie dieses Jahr nicht mehr an der Eurobike ausstellen würden. Der Grund war meist derselbe: Der Aufwand und die Kosten einer internationalen Messe stehen für viele Unternehmen heute nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen.

Vor Ort bestätigte sich dieser Eindruck. Auch grosse Namen wie Shimano verzichteten auf einen eigenen Messeauftritt. Stattdessen werden Produkte und Neuheiten zunehmend über digitale Kanäle, eigene Veranstaltungen oder direkt bei den Händlern präsentiert.

Die Eurobike bleibt zwar ein wichtiger Treffpunkt der Branche, gleichzeitig ist aber klar erkennbar, dass sich das Messekonzept verändert.

Persönliche Begegnungen bleiben unbezahlbar

Gerade deshalb hat sich die Reise für uns gelohnt.

Wir konnten unseren Rahmenlieferanten aus Asien persönlich treffen, gemeinsam Abendessen und an zukünftigen Projekten arbeiten. Solche Gespräche lassen sich durch Videokonferenzen kaum ersetzen. Viele Themen entstehen erst dann, wenn man mehrere Stunden zusammensitzt, Ideen entwickelt und gemeinsam in die Zukunft denkt.

Auch mit weiteren Lieferanten und Partnern konnten wir uns austauschen. Für uns wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig persönliche Beziehungen in einer langfristigen Zusammenarbeit sind. Vertrauen entsteht nicht ausschliesslich über E-Mails oder Online-Meetings.

Neue Technologien erleben statt nur darüber lesen

Ein weiterer spannender Teil unseres Besuchs war das Testen verschiedener E-Bike-Systeme.

Auch wenn humbl aktuell keine E-Bikes im Sortiment führt, gehört es für uns dazu, die Entwicklungen der Branche zu verfolgen. Nur wer den Markt versteht, kann langfristig gute Entscheidungen treffen.

Besonders auffällig war der Auftritt von DJI mit dem DJI Avinox Drive System. Das Interesse an diesem neuen Antriebssystem war enorm. Viele Besucher wollten die Motoren testen und sich selbst ein Bild machen.

Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell sich ein neuer Anbieter Aufmerksamkeit verschaffen kann. Systeme etablierter Hersteller wie Bosch, Shimano oder Yamaha standen dadurch deutlich weniger im Mittelpunkt als in den vergangenen Jahren.

Ob sich dieser Trend langfristig bestätigt, wird sich zeigen – spannend zu beobachten ist er auf jeden Fall.

Im Rennradbereich eher Evolution als Revolution

Wer auf grosse Neuheiten im Rennradsegment gehofft hatte, wurde dieses Jahr eher enttäuscht.

Die grossen Produktrevolutionen blieben aus. Stattdessen waren viele Entwicklungen geprägt von kleinen Optimierungen bei Komponenten, Integration oder Aerodynamik.

Das zeigt auch, wie ausgereift moderne Rennräder inzwischen sind. Die Unterschiede entstehen heute oft weniger durch einzelne Innovationen als durch das Gesamtpaket aus Geometrie, Qualität, Service und dem Erlebnis rund um das Produkt.

Unser Fazit

Für humbl war die Eurobike 2026 keine Reise, um möglichst viele neue Produkte zu entdecken.

Sie war eine Gelegenheit, bestehende Partnerschaften zu pflegen, neue Ideen anzustossen und den Puls der Branche zu fühlen.

Gerade als junge Marke sind diese persönlichen Begegnungen für uns von grossem Wert. Sie helfen uns, bessere Entscheidungen zu treffen, unsere Produkte weiterzuentwickeln und langfristig ein starkes Netzwerk aufzubauen.

Manchmal sind es eben nicht die grössten Messestände, die den grössten Eindruck hinterlassen – sondern die Gespräche dazwischen.

Wir freuen uns darauf, einige der Ideen und Projekte, die in Frankfurt ihren Anfang genommen haben, in den kommenden Monaten mit euch zu teilen.